Im Bereich Vernetzung und Vermittlung verfolgt WBK das übergeordnete Ziel, lokale Netzwerke aktiv einzubinden, einen regelmäßigen Austausch mit relevanten Akteur*innen zu etablieren und Kindern den Zugang zu nachhaltigen Bewegungsangeboten – insbesondere in Vereinen – zu erleichtern.
Dieses Ziel wird durch den gezielten Einsatz von District-Manager*innen, den Aufbau tragfähiger Kooperationen mit Kitas, Schulen, Vereinen und sozialen Einrichtungen sowie die aktive Einbindung der Eltern konsequent verfolgt. Trotz struktureller Herausforderungen in den Stadtteilen konnten wir lokale Netzwerke etablieren, Kinder erfolgreich in Vereinsangebote vermitteln und eine Grundlage schaffen, um Teilhabe an Bewegung langfristig zu sichern.
Um diese Zielsetzung zu realisieren, setzen wir seit 2021 in Farmsen-Berne, seit 2022 in Billstedt und seit 2024 in Jenfeld District-Manager*innen ein. Diese Personen bauen in den Stadtteilen lokale Netzwerke mit dem Ziel der Vermittlung der Kinder auf: Damit ist zum einen gemeint, dass die Kinder über den Austausch und Aufbau von Kooperationen mit Vereinen und Bewegungsorganisationen an deren Trainings- und Bewegungsangebote herangeführt werden. Zum anderen werden die Vereine und Bewegungsorganisationen institutionsübergreifend vernetzt, sodass diese z.B. Schnupperstunden oder Probetrainings in den Bewegungseinheiten unserer Partnerkitas und Grundschulen bieten oder die Einheiten langfristig eigenständig durchführen.
Sollten im Stadtteil keine externen bzw. nur wenige Bewegungsangebote für Kita- und Grundschulkinder durch Vereine oder anderweitige Organisationen geboten werden, unterstützen wir dabei, kostenlose Bewegungsangebote in Einrichtungen zu initiieren, zu denen die Kinder bereits niedrigschwellige Zugänge haben. Weitere essenziell wichtige Netzwerkpartnerinnen des Vorhabens sind die Sportvereine und Bewegungsorganisationen im Sozialraum der Kinder. Die District-Managerinnen verschaffen sich zu Beginn ihrer Tätigkeit einen Überblick über alle relevanten, aktiven Vereine und Organisationen im Stadtteil, kontaktieren diese dann, klären über unsere Arbeit auf und erfragen, inwiefern Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Die Erfahrung zeigt, dass die Zusammenarbeit je nach Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Vereine und Bewegungsangebote im Stadtteil ganz unterschiedliche Form annehmen. So wurden z.B. Ausflüge zu (Bewegungs-/ Aktiv-) Spielplätzen organisiert, Vereinstrainer*innen in die WBK-Bewegungsangebote eingebunden oder Sportarten im Rahmen von einzelnen Übungseinheiten vorgestellt.
Um Kindern Zugang zu Sportangeboten zu ermöglichen, arbeiten die District-Manager*innen eng mit den Kids-Coaches zusammen, die direkt mit den Kindern in den Bewegungseinheiten agieren und ihre Interessen und Wünsche kennen. So können Kinder gezielt in passende Angebote vermittelt werden. Darüber hinaus wurden auch die Eltern aktiv in den Prozess einbezogen. Über die sogenannte „Schulranzenpost“ – eine kurze Abfrage zum Interesse der Kinder an einem Vereinstraining, die über die Schulrucksäcke verteilt wurde – wird der Kontakt zu den Familien hergestellt. In mehreren Fällen führten die Rückmeldungen der Eltern erfolgreich zur Vermittlung ihrer Kinder in Sportvereine. Neben der direkten Vernetzung mit Sportvereinen und Bildungseinrichtungen stehen die District-Manager*innen im Austausch mit anderen Netzwerk- und Koordinierungsstellen im Stadtteil, um Synergien zu schaffen und Doppelstrukturen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang gab es bereits Kooperationen und Austausch mit der bezirklichen Gesundheitsförderung, verschiedenen Kinder- und Familienzentren sowie weiteren Netzwerkpartner*innen. Die enge Zusammenarbeit mit diesen Akteuren soll weiter ausgebaut werden, um Kindern langfristig Zugang zu Sport- und Bewegungsmöglichkeiten zu sichern und nachhaltige Strukturen im Stadtteil zu etablieren.